Teil 2 Hegel bis Heyerdahl

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich

(1770 – 1831) deutscher Philosoph 

Alles, was ist, ist vernünftig.

Das Urteil,  das die Schule fällt, kann so wenig etwas Fertiges sein, als der Mensch in ihr fertig ist.

Der Weg des Geistes ist der Umweg.

Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit.

Man muss, wenn von Freiheit gesprochen wird, immer wohl Acht geben, ob es nicht eigentlich Privatinteressen sind, von denen gesprochen wird.

Nichts wirklich wichtiges ist je ohne Leidenschaft erreicht worden.

Wahrheit ist es vor der die Meinung erbleicht.

Wer etwas Großes will, der muss sich zu beschränken wissen, wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts.

Hegenbarth, Herbert

Die beste Droge ist ein klarer Kopf.

Heidenreich, Elke

(*1943) deutsche Schriftstellerin, Literaturkritikerin, Moderatorin und Journalistin

Aus der Fülle der aneinandergereihten glücklichen Augenblicke kann es am Ende entstehen, das glückliche Leben.

Heimann, Moritz

Die meisten Meinungen kommen zustande, indem man vergisst, wo man sie gehört oder gelesen hat.

Heinemann, Gustav

(1899 – 1976) dritter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Der Staat Kann uns nicht mehr geben als er anderen wegnimmt.

Ich hinterlasse kein Testament, jeder muss wissen, was er tut.

Ich liebe meine Frau, nicht den Staat.

Wer auf andere mit dem Finger zeigt, deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst.

Heinrich VIII.

So, nun ist edles dahin – Reich, Leib und Seele!

Heinrich, Karin

Hüte eine Freundschaft wie das Feuer.  Nach dem Erlöschen wird es dunkel sein. 

Heinzmann, Johann Georg

Der liebt am wenigsten, der am beredtesten von seiner Liebe spricht.

Heisenberg, Werner

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

Die Ideen sind nicht verantwortlich für das, was die Menschen aus ihnen machen.

Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der größten Fehler kennt, die man in dem betreffenden Fach machen kann, und sie deshalb zu vermeiden versteht.

Es ist immer sehr schwierig, über den Wert politischer Ziele zu urteilen, wenn deren Erreichung noch in weiter Ferne liegt. Ich glaube daher, dass man eine politische Bewegung nie nach seinen Zielen beurteilen darf, die sie laut verkündet und vielleicht auch wirklich anstrebt, sondern nur nach den Mitteln, die sie zu ihrer Verwirklichung einsetzt.

Held, Martin

Ein Snob ist ein Mensch, für den das Beste gerade schlecht genug ist.

Geiz ist das einzige Laster, das sich in den Augen der Nachkommen in eine Tugend verwandelt.

Jeder will alt werden, aber keiner will es sein.

Hellwe, Joseph

Wenn ich groß bin, will ich ein kleiner Junge sein. 

Hellmann, Lilian

Menschen verändern sich und vergessen, es einander zu sagen.

Helvetius, C. A.

Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.
Wer die Toleranten duldet, macht sich an ihren Verbrechen mitschuldig.

Hempel, Theodor G. von

Auf die Frage „Was ist Freiheit“ antwortet ein Weiser: „Ein gutes Gewissen!“ 

Hentschke, Sheldon

Du musst ganz vorne sein, damit sich die Aussichten ändern. 

Hepburn, Audrey

Wenn man im Mittelpunkt einer Party stehen will, darf man nicht hingehen.
oder
Zur Unterhaltung einer Party trägt niemand so viel bei wie diejenigen, die gar nicht da sind. 

Hepburn, Kathrine

Je älter man wird, desto mehr ähnelt die Geburtstagstorte einem Fackelzug.

Liebe hat nichts mit Bekommen zu tun, sondern damit, was man selbst geben will; nämlich alles.

Herberger, Sepp

(1897 – 1977) eigentlich Josef Herberger) Sepp Herberger , deutscher Fußballtrainer.

Hans, trinken Sie nicht so viel! In acht Wochen haben wir ein schweres Spiel in Brüssel gegen Belgien. (zu Kölns Hans Schäfer bei der Siegesfeier zum WM-Titel 1954)

Herbart, Johann Friedrich

Die größte Sünde ist die Langeweile! 

Herbert, George

(1593 – 1633) englischer Dichter

Leistung ohne Belohnung ist Strafe

Liebe und Schnupfen lassen sich nur schwer verbergen.

Wer sich zu den Hunden legt, steht mit Flöhen auf. 

Herbst, Johann

Beim gesellschaftlichen Aufstieg empfiehlt es sich, freundlich zu den Überholten zu sein. Man begegnet ihnen beim Abstieg wieder.

Herbst, Theo

Jeder erfüllte Wunsch ist leider auch eine geraubte Hoffnung.

Herbst, Wolfgang

(*1925) deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Anpassung ist die Stärke der Schwachen.

Aufklärung nennt man den Vorgang, bei dem ein Erwachsener mit Hilfe aller seiner Kenntnisse den Kindern ein Viertel von dem erzählt, was sie schon wissen.

Demagogie ist die Fähigkeit, Massen in Bewegung zu setzen, und die Unfähigkeit, sie wieder zu bremsen.

Feine Leute sind solche, die nur in feiner Umgebung ordinär werden.

Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon.

Kritik ist die Kunst, auf fremde Kosten geistreich zu sein, ohne dass jemand den Diebstahl merkt.

Moderne Literatur ist die Kunst, den richtigen Interpreten zu finden.

Persönlichkeit ist, was übrig bleibt, wenn man Ämter, Orden und Titel von einer Person abzieht.

Tradition ist die gewaltsame Fortsetzung einer abgeschlossenen Geschichte.

Worte sind Gegenstände: man kann sich an ihnen stoßen.

Herder, Johann Gottfried von

(1744 – 1803) deutscher Theologe und Philosoph

Die zwei größten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.

Drück den Pfeil zu schnell nicht ab, der nimmer wiederkehrt! Glück zu zerstören, ist leicht, wiederzugeben so schwer.

Eine Erfindung weckt die andere auf, eine Tätigkeit erweckt die andere.

Eine schöne Menschenseele zu finden ist Gewinn.

Ohne Begeisterung schlafen die besten Kräfte unseres Gemüts. Es ist ein Zunder in uns, der Funken will.

Herking, Ursula

Der Mensch mit Humor trinkt den Kakao, durch den er gezogen wird. 

Herodot

Der Erfolg bietet sich meist denen, die kühn handeln; nicht denen, die alles wägen und nichts wagen wollen.

Herriot, Edouard

Ein guter Redner kann mit einem Vortrag über Zwiebelschälen einen Saal zum Weinen bringen.

Hertz, Gustav Ludwig

(1887 – 1975) deutscher Physiker

Genie oder die Fähigkeit, etwas Neues zu entdecken, besteht immer darin, dass einem etwas Selbstverständliches zum ersten Mal einfällt.

Herzog, Roman Prof. Dr.

(*1934) siebenter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Die ganze Dunkelheit der Welt reicht nicht aus, das Licht einer einzigen Kerze zu löschen.

Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.

Entscheidend für die Zukunft ist, wie wir menschlich miteinander umgehen.

Respekt und Vertrauen brauchen Begegnung und Dialog.

Wer viel hat, kann teilen. Wer stark ist, kann Schwächere tragen. Wem es gut geht, der kann dafür sorgen, dass es anderen besser geht.

Wir sind schon ein merkwürdiges Volk, wenn wir mit Freude Maschinen bedienen, aber jedes Lächeln verlieren, wenn es sich um Menschen handelt.

Hesiod von Böotien

(700 v. Chr.) Griechischer Epiker
Der Frieden ist dem Land deine Amme.
Mache keine schlechten Gewinne, sie sind so schlimm wie Verluste.
Verschiedene haben verschiedene Meinungen, aber kaum einer kennt die Wahrheit.

Hesse, Arnika

Eine Kluge Frau folgt ihrem Mann, wohin sie will. 

Hessen, Johannes

Die heilige Tiefe der Wirklichkeit erschließet sich allein dem ehrfürchtigen Geist.

Hetterich, Werner L.

Die Architektur ist die erstarrte Musik. sagte einst Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling. Ich füge hinzu: Lasst uns die Saiten zum Klingen bringen.

Heuschele, Otto

Zwischen Vergessenmüssen und Bewahrenmüssen entfaltet sich unser Leben. Wer die Waage zu halten vermag, der hat sein Leben gewonnen.

Heuss, Theodor

(1884 – 1963) erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Das Radio ist eine Strafe Gottes.

Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.

Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.

Die Jägerei ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.

Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort  „Tierschutz“ überhaupt geschaffen werden musste.

Eines Tages werden Maschinen vielleicht nicht nur rechnen, sondern auch denken. Mit Sicherheit aber werden sie niemals Phantasie haben.

Je früher unsere Jugend von sich aus jede Rohheit gegen Tiere als  verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird  auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der  Großen Recht und Unrecht ist.

Nennt man das Kind beim Namen und nennt es ‚Verstaatlichung‘, so wird aller Sozialismus unromantisch und nüchterner.

Vergessen ist Gnade und Gefahr zugleich.

Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.

Wer selbst Liebe besitzt, hat auch die Chance, Liebe zu wecken.

Heyerdahl, Thor

Die Meere trennen die Kontinente nicht, sondern verbinden sie, wie Marine Flüsse. Ich bin mein Leben lang auf der Suche nach dem Ursprung der Zivilisation, immer auf der Spur ihrer Religion.