Martin Luther

Alle lieben und loben Mose, das Gesetz und den Jesus Sirach, aber nur so lange, wie sie ihn lesen. Wenns aber ans Tun kommt, so werden sie ihnen feind. Aus Tischrede Nr. 3295a

Alles, was in der Welt erreicht wurde, wurde aus Hoffnung getan.

Christus will, dass alle Menschen selig werden, das ist, in welchem Stande sie auch sind. Darum sehe ein jeder zu, wie er in das „alle“ kommt. Aus Tischrede Nr. 2930a

Das Evangelium kann nicht ohne Humor gepredigt werden.

Das Recht ist ein zeitlich Ding, das zuletzt aufhören muss; aber das Gewissen ist ein ewig Ding, das nimmermehr stirbt.

Das Reich muss uns doch bleiben. Ein‘ feste Burg

Der ersparte Pfennig ist redlicher als der erworbene

Der Glaube ist der Anfang aller guten Werke.

Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leute.

Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens.

Die Liebe sieht Undankbarkeit nicht an. Aus Tischreden

Die menschliche Vernunft lehrt nur die Hände und die Füße, Gott aber das Herz. Aus Tischrede Nr. 3112

Die Welt ist voller alltäglicher Wunder.

Die Welt schändet immer, was man loben soll, und lobt, was man schänden soll.

Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinweg fliegt. Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet.

Ein Geiziger kann nichts Nützlicheres und Besseres tun, als wenn er stirbt.

Eine Lüge ist wie ein Schneeball, je länger man ihn wälzt, je größer wird er. Aus Tischrede Nr. 340

Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihm am liebsten höret.

Er will’s haben. du sollst deine Not ihm vorlegen. nicht auf dir liegen lassen und dich selbst damit schleppen, nagen und martern, wo du aus einem Unglück zwei, ja zehn und hundert machst.

Es ist dem lieben Gott recht,wenn du aus Herzensgrund dich freust und lachst. gefunden von Hannelore Herrmann

Es ist keine Tugend, edel geboren zu werden, sondern sich edel machen.

Es soll keiner einen für seinen vertrauten Freund halten, er habe denn zuvor einen Scheffel Salz mit ihm gegessen.

Frauen sind schwer zu regieren.

Glaube nicht alles, was du hörst. Liebe nicht alles, was du siehst. Sage nicht alles, was du weißt. Tue nicht alles, was du willst. Aus Tischrede Nr. 3450

Gott sorgt, wir aber wollen arbeiten.

Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen.

Ich fürchte nichts, weil ich nichts habe.

Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.

Iss, was gar ist, trink, war klar ist, red, was wahr ist.

Jugend ist wie ein Most. Der lässt sich nicht halten. Er muss vergären und überlaufen.

Kümmere dich nicht um ungelegte Eier!

Lass fahren dahin! Ein‘ feste Burg

Liebe und Not meistern alle gebot.

Man braucht sieben Lügen,. um eine zu bestätigen.

Mit dem Tode umzugehen ist die Schule des Glaubens. Aus Tischrede Nr. 310

Nichts ist langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat.

Rechte Demut weiß immer, dass sie demütig ist. Falsche Demut weiß nimmer, dass sie Hochmut ist.

Und wenn ich wüsste, morgen ginge die Welt unter, pflanzte ich heute noch ein Bäumchen. Wir M. Luther zugeschrieben, ist aber eher unwahrscheinlich

Wahre Gerechtigkeit empfindet Mitleid; falsche Gerechtigkeit Entrüstung. Aus Tischrede Nr. 1081

Wenn die Schulen zunehmen, dann steht gut im Land.

Wenn ich an die Größe der Majestät und Barmherzigkeit Gottes denke, so erschrecke ich selbst davor, dass Gott sich so sehr herabgelassen hat. Aus Tischrede Nr. 1237

Wenn ich auch nur einen einzigen Tag das Gebet vernachlässige, verliere ich viel vom Feuer des Glaubens.

Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren, wollen klug sein, und doch sind wir die größten Narren. Aus Tischreden

Wer trinkt ohne Durst, wer isst ohne Hunger, stirbt desto jünger.

Wer im zwanzigsten Jahr nicht schön, im dreißigsten Jahr nicht stark, im vierzigsten Jahr nicht klug, im fünfzigsten Jahr der darf danach nicht hoffen. Aus Tischreden

Wie groß auch die Macht ist, so wird sie doch nicht herrschen, sondern die Weisheit. Aus Tischrede Nr. 2212

Wir sind immer auf dem Weg und müsen verlassen, was wir kennen und haben und suchen, was wir nicht kennen und haben.

Wo steht das geschrieben?


Martin Luther (* 10. November 1483 in Eisleben; † 18. Februar 1546 ebenda) war der theologische Urheber und Lehrer der Reformation.Als zu den Augustinermönchen gehörender Theologieprofessor wollte er die aus seiner Sicht fehllaufenden Entwicklungen in der Römisch-Katholischen Kirche durch ausschließliche Orientierung an Jesus Christus als dem fleischgewordenen Wort Gottes beseitigen. Seine Betonung der Gnade Gottes, seine Predigten und Schriften – besonders seine Lutherbibel – veränderten die Gesellschaft im ausgehenden Mittelalter und der beginnenden Neuzeit nachhaltig. Sie wurden von den Fürstentümern des 16. Jahrhunderts dazu genutzt, die Zentralmächte von Papst und Kaiser zurückzudrängen. Unter ihrem Einfluss kam es entgegen Luthers Absichten zu einer Kirchenspaltung, Bildung evangelisch-lutherischer Kirchen und weiterer Konfessionen des Protestantismus.
Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie