Sir Peter Alexander Ustinov

1933 wollten viele aus Deutschland raus, heute wollen viele rein. Das muss doch etwas bedeuten.

Der Engländer liebt das Gefühl, dass er über sich selbst lachen kann. Er tut das aber nur, um den andern die Freude zu nehmen, über ihn zu lachen.

Der Erfolg besteht manchmal in der Kunst das für sich zu behalten was man nicht weiß.

Die beste Frage nützt nichts, wenn sie so lange dauert, dass keine Zeit zum Antworten bleibt.

Die Kindheit ist jene herrliche Zeit, in der man dem Bruder zum Geburtstag die Masern geschenkt hat.

Die Kirche sagt, Du sollst Deinen Nachbarn lieben. Ich bin überzeugt, dass sie meinen Nachbarn nicht kennt.

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: „Das ist technisch unmöglich!“

Die Menschen, die etwas von heute auf morgen verschieben, sind dieselben, die es bereits von gestern auf heute verschoben haben.

Ein Jubiläum ist ein Datum, an dem eine Null für eine Null von mehreren Nullen geehrt wird.

Ein Optimist ist jemand, der genau weiß, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt.

Es gibt Leute in Amerika, die haben Wichtigeres zu tun, als Präsident zu sein.

Fernsehen ist die Rache des Theaters an der Filmindustrie.

Geld korrumpiert – vor allem jene, die es nicht haben.

Gott schuf die Welt in sechs Tagen. Erst die Menschen erfanden die Fünftagewoche.

Heutzutage ist ein Diplomat nichts weiter als ein Oberkellner, dem es gelegentlich erlaubt ist, sich hinzusetzen.

Humor ist einfach eine komische Art, ernst zu sein.

Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie zu machen, wenn keiner zuschaut.

Krücken für lahme Ausreden sollte man herstellen.

Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.

Mut ist keine Vorbedingung für den Verlust des Lebens.

Mut ist oft Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht.

Schreiben ist hart; man kommt nur schwer dahinter, wann man aufhören muss.

Um für eine Party fünfzig Menschen aufzutreiben muss man in New York hundert Einladungen verschicken. In Hollywood genügen fünfundzwanzig.

Was die Welt vorwärts treibt, ist nicht die Liebe, sondern der Zweifel.

Was wir geben, sind nicht nur Geschenke, sondern auch Stücke von uns selbst.

Wenn jemand brüllt, sind seine Worte nicht mehr wichtig.

Wenn man nicht weiß, was man machen soll, macht man am besten nichts. Während der Verleihung der goldenen Kamera am 9.2.2001 in Berlin

Wenn man schon der Gefangene seines eigenen Geistes ist, muss man ihn sich doch wenigstens ordentlich einrichten.

Wer auf der Stelle tritt, kann nur Sauerkraut fabrizieren.

Wer etwas von heute auf morgen verschiebt, hat es sicher schon gestern auf heute verschoben.


 

Sir Peter Alexander Baron von Ustinov, CBE, (* 16. April 1921 in Swiss Cottage, Camden, London; † 28. März 2004 in Genolier, Kanton Waadt, Schweiz) war einer der angesehensten Künstler des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts in den Bereichen Film, Theater, Literatur und Kultur.
Als Filmschauspieler bereicherte Ustinov in Charakterrollen das Kino Hollywoods und wurde zweimal mit einem Oscar ausgezeichnet. Darüber hinaus erweiterte er seine künstlerische Bandbreite durch Tätigkeiten auch als Regisseur und Autor, wobei für ihn persönlich sein literarisches Schaffen im Vordergrund stand. Mit zeitsatirischen Stücken und Romanen etablierte sich Ustinov als Beobachter des politischen und gesellschaftlichen Weltgeschehens und wurde so auch zu einem beliebten Erzähler und Conférencier.
Ustinov engagierte sich politisch als Weltföderalist und Sonderbotschafter von UNESCO und UNICEF und trat weltweit für Kinder- und Menschenrechte ein. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich aus sozialphilosophischer Sicht der Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen und gründete aus diesem Anlass Universitäten in Budapest und Durham sowie das deutschsprachige Sir-Peter-Ustinov-Institut in Wien.
Von 1968 bis 1974 war Ustinov Rektor der Universität Dundee und amtierte von 1992 bis zu seinem Tod als Kanzler der Universität Durham. 1990 wurde er von Elisabeth II. in den britischen Adelsstand erhoben.
Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie